Mittwoch, 25. Juni 2008

Wer raucht denkt nicht, wer denkt raucht nicht.


Rauchen macht dumm
Dienstag, 10. Juni 2008
Villejuif – Raucher geben gern die kurzfristige Steigerung von Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit als Motiv für die nächste Zigarette an. Doch auf die Dauer scheint Rauchen die kognitiven Fähigkeiten eher herabzusetzen, wie die Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie in den Archives of Internal Medicine (2008; 168: 1165-1173) zeigen.

An der Whitehall-II-Studie beteiligten sich etwa 10.000 Staatsangestellte im Regierungsbezirk der britischen Hauptstadt. Sie wurden zu Beginn der Studie (1985-1988) und dann wiederum in Phase 5 (1997-1999) nach ihren Rauchgewohnheiten befragt.

Im Rahmen dieser Nachuntersuchung wurden auch verschiedene kognitive Tests durchgeführt, deren Ergebnisse Séverine Sabia vom französischen Forschungsinstitut INSERM in Villejuif jetzt ausgewertet hat.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Raucher schnitten in allen Tests schlechter ab als Nichtraucher. Teilweise war dies auf sozioökonomische Faktoren zurückzuführen (Rauchen ist in den schwächeren Einkommens- und Bildungsschichten stärker verbreitet). Doch auch wenn dies und der Faktor Gesundheitsverhalten berücksichtigt wurden, lagen die Raucher in den meisten Tests weiter hinten. Vor allem im Gedächtnistest (Erinnerung an 20 Wörter) und im Logiktest (65 verbale und mathematische Aufgaben) waren sie schlechter als die Angestellten, die nie geraucht hatten. Die Unterschiede wurden bei einer weiteren Nachtuntersuchung in 2002 bis 2004 (Phase 7) noch deutlicher. Exraucher hatten bessere Testergebnisse – vor allem, wenn sie das Rauchen schon vor längerer Zeit aufgegeben hatten. Daraus schließt Sabia, dass es auch im mittleren Lebensalter – die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie zwischen 35 und 55 Jahre alt – noch lohnen kann, das Rauchen aufzugeben. Sie vermutet, dass die Wirkung noch größer ist, als die Studienergebnisse anzeigen. Denn viele Raucher, die an dem ersten Test teilgenommen hatten, wollten sich nicht erneut prüfen lassen – und einige waren inzwischen gestorben. Die Hazard Ratio von 2,0 auf einen frühzeitigen Tod war ein weiteres, nicht unerwartetes Ergebnis der Untersuchung.


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