Samstag, 19. Januar 2008

Raucher müssen auf OP warten


Britische Raucher sollen länger auf Op warten.


NHS in der Kritik.


LONDON (ast). Viele Krankenhäuser des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) werden in absehbarer Zeit vorzugsweise nur noch solche Patienten operieren, die sich vor ihrer Operation das Rauchen abgewöhnt haben. Diese Pläne werden derzeit kontrovers diskutiert. Die Gesundheitsverwaltung der mittelenglischen Stadt Leicester kündigte bereits im vergangenen Herbst an, dass nikotinfreie Patienten "von 2008 an bessere Chancen auf eine schnelle Operation" haben als Patienten, die trotz ärztlicher Mahnungen weiter rauchen. Andere Gesundheitsverwaltungen prüfen nach Berichten britischer Medien ähnliche Schritte. Allerdings ist diese Vorgehensweise äußerst umstritten. Wie die Zeitung "Sunday Times" berichtete, haben die NHS-Kliniken in Leicester von der zukünftigen Gesundheitsverwaltung "Leicester City West Primary Care Trust" die Anweisung erhalten, operationsbedürftige Patienten daran zu erinnern, dass Nikotinabusus die Op-Ergebnisse "negativ beeinflusst". Weiter heißt es, Patienten, die sich vor ihrer Operation das Rauchen abgewöhnen, sollten auf der Warteliste bevorzugt behandelt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das freilich nichts anderes als dass rauchende Patienten länger warten müssen. Andere Gesundheitsverwaltungen und NHS-Kliniken verfahren laut Bericht inzwischen in gleicher Art und Weise. Der Patient wird einige Wochen vor seinem Operationstermin ermahnt, mit dem Rauchen aufzuhören. Gelingt das nicht, so besteht die Möglichkeit, dass er auf die Warteliste kommt. Das widerspricht allerdings den Zielen der Regierung. Zeitungen berichteten unter Berufung auf "gut informierte Kreise im Londoner Gesundheitsministerium", dass von Dezember 2008 an kein NHS-Patient mehr länger als maximal 18 Monate auf eine Operation warten soll. Das schreibt auch die aktuelle Zielvorgabe von Gesundheitsminister Alan Johnson vor. Freilich: Viele Kliniken planen, nur solche Patienten auf die offizielle Op-Warteliste zu setzen, die sich das Rauchen abgewöhnt haben. Britische Patientenverbände haben scharf dagegen protestiert.

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Sonntag, 13. Januar 2008

Rauchen und Gefahren.

Die Raucherentwöhnung Allein in Deutschland fordert die Nikotinsucht jährlich 145.000 Opfer; 40.000 von ihnen sterben an Lungenkrebs. Schätzungen zufolge verkürzt jede Zigarette die Lebenserwartung um mindestens sieben Minuten. In Deutschland sterben Raucher im Durchschnitt acht Jahre früher als Nichtraucher. Ein Raucher, der täglich 20 Zigaretten raucht, hat ein 20-mal höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, als ein Nichtraucher. Bei sehr starken Rauchern ist das Risiko 56-mal so hoch. Passivraucher, die mit einem Raucher zusammen arbeiten, haben ebenfalls ein erhöhtes Krebsrisiko: ein Drittel der Fälle bei Nichtrauchern sind auf das Mitrauchen zurückzuführen. Trotz dieser erschreckenden Tatsachen reicht es nicht, sein Risiko zu kennen, um sein Verhalten zu ändern. Ist ein Patient aber bereit, das Rauchen aufzugeben, sollte ihm eine sofortige und endgültige Raucherentwöhnung vorgeschlagen werden.

http://cme.univadis.de/portlets/CourseDetails.aspx?CourseID=1909&SPRowID=

Vortrag zur Raucherentwöhnung.

Die Raucherentwöhnung: Wie kann einem Rückfall vorgebeugt werden? Mark Twain, der Autor von Tom Sawyer, sagte: „Nichts ist leichter als mit dem Rauchen aufzuhören – ich habe es schon Hunderte Male getan!“ Die endgültige Entwöhnung jedoch ist schwierig und erfordert zahlreiche Arten der Unterstützung.Es ist wichtig zu verstehen, dass die Nikotinabhängigkeit eine chronische Krankheit ist, bei der verschiedene Faktoren, wie ein Produkt, eine empfängliche Person und Umweltaspekte, zusammentreffen.Folglich ist die Unterstützung bei der Raucherentwöhnung nicht auf die Entzugsphase beschränkt, sondern beinhaltet auch eine Phase der Vorbereitung auf den Entzug sowie die Vorbeugung von Rückfällen durch eine anschließende Betreuung. Zielgruppe
Allgemeinmediziner, Pulmologen, Kardiologen, DiabetologenLernziele
- Erkennen von Risikofaktoren für einen Rückfall- Mittel der Rückfallprävention.

http://cme.univadis.de/portlets/CourseDetails.aspx?CourseID=1959