Donnerstag, 4. September 2008

Plädoyer für Ausbau von Rauchverboten

Plädoyer für Ausbau von Rauchverboten
Ohne weitere Maßnahmen wird bis 2050 weltweit mit einer deutlichen Zunahme der Tabaktoten gerechnet
GENF (sh). Tabakkonsum ist für mindestens die Hälfte der Konsumenten tödlich. Tödlich wirkt vor allem Konsum über lange Zeit. Die gute Nachricht ist aber, dass sich die negativen Auswirkungen durch Aufgabe des Rauchens zumindest teilweise wieder beseitigen lassen.

Effektive Art, das Leben zu verkürzen: Rauchen.
Foto: hannes strasser©fotolia.de
Sir Richard Peto aus Oxford überbrachte beim Welt-Krebskongress in Genf drei Kernbotschaften: Erstens, das Risiko des Tabakkonsums ist hoch. Jeder zweite Konsument stirbt an den Folgen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen. Zweitens, jeder vierte Konsument stirbt im mittleren Alter zwischen 35 und 69 Jahren und verliert damit viele wertvolle Lebensjahre. Drittens, es lohnt sich, mit dem Rauchen aufzuhören.
Peto rechnete vor: Ein zwischen 1900 und 1930 geborener englischer Zigarettenraucher verliert etwa 10 Jahre. Gibt er das Rauchen mit 60, 50, 40 oder 30 Jahren auf, so gewinnt er etwa 3, 6, 9 oder fast alle Jahre zurück.
Peto wies mehrfach darauf hin, dass sich die Folgen des Rauchens erst mit einer Verzögerung von vielen Jahren zeigen würden. In den USA und in England liegen zwischen dem Gipfel des Zigarettenkonsums und dem Gipfel der Sterblichkeit an Lungenkrebs etwa 20 bis 25 Jahre. In den USA starben im Jahr 1970 noch 42 Prozent der Menschen im mittleren Alter an den Folgen des Rauchens. Als Folge der Rauchverbote sank der Anteil im Jahr 2005 auf 22 Prozent. "Keine andere Intervention hatte eine solche Wirkung" betonte Peto.
Neue Daten aus China lassen vermuten, dass dort das gleiche Szenario wie in den USA zu erwarten sei, nur mit einer Verzögerung von 40 Jahren. In Indien führt Tabakkonsum bei den Menschen in ländlichen Regionen häufig zu Tuberkulose, in den Städten dagegen zu koronarer Herzkrankheit. Derzeit verursacht Tabakkonsum in Indien jeden zehnten aller Todesfälle im Jahr; 70 Prozent davon betreffen Menschen im mittleren Lebensalter.
Wenn vor dem Jahr 2050 eine deutliche Reduktion der 450 Millionen erwarteten Tabakopfer erreicht werden soll, bedeute dies, dass Erwachsene das Rauchen aufgeben müssen, so Peto. Selbstverständlich müsse auch daran gearbeitet werden, dass Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen gar nicht beginnen. Aber diese Effekte würden sich dann erst nach dem Jahr 2050 zeigen.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/?sid=509498

Infarkt-Schutz durch Hormone versagt bei Raucherinnen

Infarkt-Schutz durch Hormone versagt bei Raucherinnen
MÜNCHEN (ikr). Raucherinnen haben ein signifikantes zusätzliches Herzinfarkt-Risiko, berichteten Wissenschaftler auf dem Europäischen Kardiologenkongress. Nichtraucherinnen bekommen ihren ersten Herzinfarkt durchschnittlich im Alter von 81 Jahren, Raucherinnen bereits mit 66 Jahren.
Berücksichtige man weitere Risikofaktoren wie Hypertonie oder hohe Blutfettwerte, so sei allein das Rauchen für 13,7 Jahre des 15 Jahre frühzeitiger auftretenden Herzinfarktes verantwortlich, so die Autoren der Studie aus Lillehammer in Norwegen. Ausgewertet wurden die Daten von 1784 Patienten.
Rauchende Frauen erleiden häufig bereits vor der Menopause einen Herzinfarkt, so Professor Eckart Fleck vom Deutschen Herzzentrum Berlin. Rauchen sei ein derart potenter Risikofaktor, dass selbst der Schutz durch den natürlichen Hormonstoffwechsel nicht ausreiche, der Nichtraucherinnen meist bis zur Menopause vor einem Infarkt schützt.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Wer raucht denkt nicht, wer denkt raucht nicht.


Rauchen macht dumm
Dienstag, 10. Juni 2008
Villejuif – Raucher geben gern die kurzfristige Steigerung von Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit als Motiv für die nächste Zigarette an. Doch auf die Dauer scheint Rauchen die kognitiven Fähigkeiten eher herabzusetzen, wie die Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie in den Archives of Internal Medicine (2008; 168: 1165-1173) zeigen.

An der Whitehall-II-Studie beteiligten sich etwa 10.000 Staatsangestellte im Regierungsbezirk der britischen Hauptstadt. Sie wurden zu Beginn der Studie (1985-1988) und dann wiederum in Phase 5 (1997-1999) nach ihren Rauchgewohnheiten befragt.

Im Rahmen dieser Nachuntersuchung wurden auch verschiedene kognitive Tests durchgeführt, deren Ergebnisse Séverine Sabia vom französischen Forschungsinstitut INSERM in Villejuif jetzt ausgewertet hat.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Raucher schnitten in allen Tests schlechter ab als Nichtraucher. Teilweise war dies auf sozioökonomische Faktoren zurückzuführen (Rauchen ist in den schwächeren Einkommens- und Bildungsschichten stärker verbreitet). Doch auch wenn dies und der Faktor Gesundheitsverhalten berücksichtigt wurden, lagen die Raucher in den meisten Tests weiter hinten. Vor allem im Gedächtnistest (Erinnerung an 20 Wörter) und im Logiktest (65 verbale und mathematische Aufgaben) waren sie schlechter als die Angestellten, die nie geraucht hatten. Die Unterschiede wurden bei einer weiteren Nachtuntersuchung in 2002 bis 2004 (Phase 7) noch deutlicher. Exraucher hatten bessere Testergebnisse – vor allem, wenn sie das Rauchen schon vor längerer Zeit aufgegeben hatten. Daraus schließt Sabia, dass es auch im mittleren Lebensalter – die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie zwischen 35 und 55 Jahre alt – noch lohnen kann, das Rauchen aufzugeben. Sie vermutet, dass die Wirkung noch größer ist, als die Studienergebnisse anzeigen. Denn viele Raucher, die an dem ersten Test teilgenommen hatten, wollten sich nicht erneut prüfen lassen – und einige waren inzwischen gestorben. Die Hazard Ratio von 2,0 auf einen frühzeitigen Tod war ein weiteres, nicht unerwartetes Ergebnis der Untersuchung.


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Donnerstag, 14. Februar 2008

Nikotin und Heroin «belohnen» Gehirn gleichermaßen


Nikotin und Heroin «belohnen» Gehirn gleichermaßen

Ob Zigarette oder Heroin – die Mechanismen, mit denen diese Drogen eine Sucht entstehen lassen, sind nahezu identisch. Und auch in der Stärke, mit der Nikotin das Belohnungszentrum im Hirn stimuliert, steht es den Opiaten kaum nach.

Eine Zigarette löst im Gehirn eine vergleichbare Belohnungsreaktion aus wie Heroin. Foto: Bilderbox 13.02.08 - Natürlich unterscheiden sich Nikotin und Opiate erheblich in ihrer chemischen Struktur und in ihrer Wirkweise. Doch auch wenn sie an verschiedene Rezeptoren andocken, die Effekte auf den Nucleus accumbens sind nahezu identisch.Dem Nucleus accumbens wird zentrale Rolle im Belohnungssystem des Gehirns zugeschrieben. Hier finden sich dopaminerge Rezeptoren, deren Stimulation bei angenehmen Tätigkeiten wie Essen, Sex oder Drogenkonsum für das Glücksgefühl mit verantwortlich ist.Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob der Konsument zu Zigaretten oder zu "harten" Drogen wie Heroin greift, die Stimulation der Dopamin-Rezeptoren fällt etwa gleich stark aus. Das fanden Daniel McGehee und Kollegen von der University of Chicago in Versuchen mit Ratten heraus. Ihre Studie erscheint in der nächsten Ausgabe des "Journal of Neuroscience".Die Ergebnisse zeigten, wie schwierig es sei, dem Suchtverhalten zu begegnen, betont McGehee. Er hofft, dass Medikamente entwickelt werden können, die genau an dieser Stelle angreifen und so gegen jegliche Formen von Sucht helfen sollen.
fs / Quelle: University of Chicago Medical Center

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Samstag, 19. Januar 2008

Raucher müssen auf OP warten


Britische Raucher sollen länger auf Op warten.


NHS in der Kritik.


LONDON (ast). Viele Krankenhäuser des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) werden in absehbarer Zeit vorzugsweise nur noch solche Patienten operieren, die sich vor ihrer Operation das Rauchen abgewöhnt haben. Diese Pläne werden derzeit kontrovers diskutiert. Die Gesundheitsverwaltung der mittelenglischen Stadt Leicester kündigte bereits im vergangenen Herbst an, dass nikotinfreie Patienten "von 2008 an bessere Chancen auf eine schnelle Operation" haben als Patienten, die trotz ärztlicher Mahnungen weiter rauchen. Andere Gesundheitsverwaltungen prüfen nach Berichten britischer Medien ähnliche Schritte. Allerdings ist diese Vorgehensweise äußerst umstritten. Wie die Zeitung "Sunday Times" berichtete, haben die NHS-Kliniken in Leicester von der zukünftigen Gesundheitsverwaltung "Leicester City West Primary Care Trust" die Anweisung erhalten, operationsbedürftige Patienten daran zu erinnern, dass Nikotinabusus die Op-Ergebnisse "negativ beeinflusst". Weiter heißt es, Patienten, die sich vor ihrer Operation das Rauchen abgewöhnen, sollten auf der Warteliste bevorzugt behandelt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das freilich nichts anderes als dass rauchende Patienten länger warten müssen. Andere Gesundheitsverwaltungen und NHS-Kliniken verfahren laut Bericht inzwischen in gleicher Art und Weise. Der Patient wird einige Wochen vor seinem Operationstermin ermahnt, mit dem Rauchen aufzuhören. Gelingt das nicht, so besteht die Möglichkeit, dass er auf die Warteliste kommt. Das widerspricht allerdings den Zielen der Regierung. Zeitungen berichteten unter Berufung auf "gut informierte Kreise im Londoner Gesundheitsministerium", dass von Dezember 2008 an kein NHS-Patient mehr länger als maximal 18 Monate auf eine Operation warten soll. Das schreibt auch die aktuelle Zielvorgabe von Gesundheitsminister Alan Johnson vor. Freilich: Viele Kliniken planen, nur solche Patienten auf die offizielle Op-Warteliste zu setzen, die sich das Rauchen abgewöhnt haben. Britische Patientenverbände haben scharf dagegen protestiert.

http://www.aerztezeitung.de/suchen/?sid=478740&query=Raucher


Sonntag, 13. Januar 2008

Rauchen und Gefahren.

Die Raucherentwöhnung Allein in Deutschland fordert die Nikotinsucht jährlich 145.000 Opfer; 40.000 von ihnen sterben an Lungenkrebs. Schätzungen zufolge verkürzt jede Zigarette die Lebenserwartung um mindestens sieben Minuten. In Deutschland sterben Raucher im Durchschnitt acht Jahre früher als Nichtraucher. Ein Raucher, der täglich 20 Zigaretten raucht, hat ein 20-mal höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, als ein Nichtraucher. Bei sehr starken Rauchern ist das Risiko 56-mal so hoch. Passivraucher, die mit einem Raucher zusammen arbeiten, haben ebenfalls ein erhöhtes Krebsrisiko: ein Drittel der Fälle bei Nichtrauchern sind auf das Mitrauchen zurückzuführen. Trotz dieser erschreckenden Tatsachen reicht es nicht, sein Risiko zu kennen, um sein Verhalten zu ändern. Ist ein Patient aber bereit, das Rauchen aufzugeben, sollte ihm eine sofortige und endgültige Raucherentwöhnung vorgeschlagen werden.

http://cme.univadis.de/portlets/CourseDetails.aspx?CourseID=1909&SPRowID=

Vortrag zur Raucherentwöhnung.

Die Raucherentwöhnung: Wie kann einem Rückfall vorgebeugt werden? Mark Twain, der Autor von Tom Sawyer, sagte: „Nichts ist leichter als mit dem Rauchen aufzuhören – ich habe es schon Hunderte Male getan!“ Die endgültige Entwöhnung jedoch ist schwierig und erfordert zahlreiche Arten der Unterstützung.Es ist wichtig zu verstehen, dass die Nikotinabhängigkeit eine chronische Krankheit ist, bei der verschiedene Faktoren, wie ein Produkt, eine empfängliche Person und Umweltaspekte, zusammentreffen.Folglich ist die Unterstützung bei der Raucherentwöhnung nicht auf die Entzugsphase beschränkt, sondern beinhaltet auch eine Phase der Vorbereitung auf den Entzug sowie die Vorbeugung von Rückfällen durch eine anschließende Betreuung. Zielgruppe
Allgemeinmediziner, Pulmologen, Kardiologen, DiabetologenLernziele
- Erkennen von Risikofaktoren für einen Rückfall- Mittel der Rückfallprävention.

http://cme.univadis.de/portlets/CourseDetails.aspx?CourseID=1959